Additive Fertigung

Für komplexe Geometrien in höchster Qualität

Die Additive Fertigung ist ein digitales Produktionsverfahren bei dem Objekte aus 3D Modelldaten Schicht für Schicht erzeugt werden. Rauschert nutzt die Stereolithografie und druckt im DLP Verfahren (Digital Light Processing). Dabei ist das Keramikpulver homogen in einem flüssigen UV-sensitiven Kunststoff verteilt. Durch gezielte lokale Belichtung härtet das Flüssigharz aus. Die Bauplattform wird nach jedem Belichtungsschritt nach oben bewegt und somit das Bauteil Schicht für Schicht zusammengesetzt. Beim anschließenden Brennprozess wird der Kunststoff ausgebrannt und die Keramikpartikel zu einem dichten Bauteil versintert.

TK Verfahren Additive Fertigung

 Vorteile des 3D-Drucks

Mit dem stereolithografischen 3D Druck werden dichte Keramiken erzeugt. Es können durch die hohe Auflösung von 40µm komplexe Geometrien mit hoher Druckqualität und engen Toleranzen gefertigt werden. Zudem sind Hohlräume und Hinterschneidungen möglich, die teilweise nur über den 3D Druck herstellbar sind. Weitere Vorteile sind die kurzen Fertigungszeiten, sparsamer Materialverbrauch und der Verzicht auf die Beschaffung von Werkzeugen.

Das eingesetzte Material ist reines Al2O3 (99,9%). Die Stärken von Al2O3 sind:


  • hohe Härte
  • Dichte ~3,95 g/cm³
  • Korrosions- und Oxidationsbeständigkeit
  • Verschleißbeständigkeit
  • elektrische Isolation
  • Hochtemperaturbeständigkeit bis über 1600°C

 

Hinweise zur Konstruktion

Grundlage für die Bearbeitung ist eine CAD-Datei (idealerweise STP-Format).
Die maximale Abmessung zu fertigender Bauteile ist mit 74x41x80mm zu berücksichtigen.
Überhänge (Grenzwinkel ca. 45°) und Überstände (>2mm) müssen gestützt werden. Nach Entfernung der Stützstruktur ist die Oberfläche an diesen Stellen aufgeraut. Durch eine geschickte Konstruktion lassen sich Stützstrukturen möglicherweise vermeiden. Dazu ist z. B. die Ausgangsfläche des Bauteils idealerweise flach zu gestalten.
Die Wandstärken sind idealerweise zwischen 0,3 und 10mm.
Scharfe Kanten und Ecken führen leicht zu Rissen beim Sintern, so dass Rundungen bevorzugt werden.
Rückstände der Suspensionsflüssigkeit werden im Reinigungsprozess nach dem Druck entfernt. Dafür empfiehlt es sich Bohrungen und Kanäle nicht kleiner als 0,5mm zu gestalten. Hohlräume sollten von außen zugänglich und nicht vollkommen geschlossen sein.

 

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Additive Fertigung von Kunststoff
Neben 3D gedruckten Keramikbauteilen, haben wir zusätzlich die Möglichkeit Kunststoffbauteile zu fertigen. Dabei kommt ebenfalls das DLP-Verfahren zum Einsatz. Der maximale Bauraum des Kunststoff 3D Druckers ist 130 (L) x 72 (B) x 108 (H) mm.

 

Ansprechpartner

Herr Dr.-Ing. Andreas Glauche

Paul Rauschert Steinbach GmbH
Fabrikweg 1
D-96361 Steinbach am Wald

+49 9263 875-504
+49 9263 875-35
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